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Alt 05.04.10, 10:35   #1
fitundheil
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Standard Jesus ist wahrhaftig auferstanden

An Ostern grüssen sich die Christen mit den Worten: «Jesus ist auferstanden - Ja, er ist wahrhaftig auferstanden.»

Ist die Auferstehung bewiesen? Rechtlich ist etwas dann bewiesen, wenn sich ein Gericht anhand von Beiweismittel - etwa von Zeugenaussagen - eine Überzeugung gebildet und ein Urteil gesprochen.

Der Apostel Paulus nennt über 500 Zeugen, die Jesus, dem Auferstandenen persönlich begegnet sind 1.Korinther 15,6.

Auch die damaligen Geschichtsschreiben widersprachen dem Ereignis nicht. Flavius Josephus bestätigt: «Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, erschien er ihnen am dritten Tag wieder lebend».

Lord Darling, er war Oberster Richter Englands, sagte: «Die Beweise der Auferstehung Jesu Christi sind so überwältigend, dass kein vernünftiges Schwurgericht der Welt einen anderen Spruch fällen kann als diesen: Die Geschichte von der Auferstehung ist wahr.»

Demnach ist die Auferstehung Jesu Christi aus juristischer Sicht bewiesen. Welche Konsequenzen hat dies für dein Leben?
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Alt 05.04.10, 19:09   #2
Andreas
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Hallo fitundheil,

ich hoffe, ich trete Dir nicht auf die Füße, wenn ich hier meinen Senf abgebe. Aber da Du hier in einem Diskussionsforum schreibst und eine Beweisführung darlegst, glaube ich, ist es ok, dass ich eine Diskussion einleite.

Ich betrachte Jesus' Auferstehung allenfalls als metaphorische. Den Versuch, sie mit rhetorischen Tricks "wissenschaftlich" zu "beweisen" ist für mich in einer Glaubensdiskussionen und zur Verteidigung des Glaubens eher kontraproduktiv. Denn wenn man Jesus' Auferstehung, Gott und/oder seinen Glauben an die Materie bindet, dann muss man es sich auch gefallen lassen, wenn die Wissenschaft daherkommt und - in diesem Fall sehr zwingende - Gegenbeweise erbringt, die übrigens juristisch gesehen weit mehr wiegen würden. Gleiches gilt mMn auch auf den modernen Versuch, vor allem in New Age-Kreisen, die Quantenphysik für den Beweis einer göttlichen Existenz zu missbrauchen.

Dass die Bibel von Menschenhand geschrieben wurde und damals vermutlich ein eher symbolträchtiges Weltverständnis vorherrschte, sind Gründe genug, die darin enthaltenen Aussagen nicht unbedingt im wortwörtlichen Sinne zu begreifen. Zudem wäre die Aussage einer einzigen Person, dass wiederum 500 weitere Personen etwas bezeugen, vor Gericht alles andere als zu gebrauchen.

Nochmal: Ich will Dir nicht auf die Füße treten und ich respektiere Deinen Glauben. Weiterhin würde ich mich nicht als Ungläubig bezeichnen, sondern eher als "auf der Suche". Gerade deswegen würde ich mich über eine anregende Diskussion zu dem Thema sehr freuen.

Viele Grüße und frohe Ostern!
Andreas
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Alt 07.04.10, 08:40   #3
fitundheil
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Hallo Andreas

Für mich ist Ostern nicht ein Fest der erwachenden Natur zu neuem Leben, sondern eine Erinnerung an die Auferstehung von Jesus Christus, was ein einmaliges Geschehen in der Menschheitsgeschichte ist.

Jesus starb nicht wie ein anderer Mensch, sondern stellvertretend für die Schuld aller Menschen. Wäre Jesus nicht auferstanden, hätte niemand an den Gekreuzigten geglaubt.

Die Grundlage des christlichen Glaubens ist der auferstandene und lebende Christus. Seine Auferstehung garantiert ein Leben nach dem Tod und bezeugt die Auferstehung aller Menschen.

Ostern ist eine Siegesbotschaft für ein neues Leben. Wer sein Leben Jesus anvertraut, lebt mit dem, der Sünde Tod und Hölle überwunden hat. Jeder kann es erfahren, der die Führung seines Lebens Jesus übergibt, indem er seinen Willen annimmt und befolgt.

Ich glaube an Jesus, weil ich ihn und seine Kraft persönlich erlebt habe und immer wieder erlebe. Meine Beziehung zu Gott begann als ich 27 Jahre alt war. Damals öffnete ich Jesus im Gebet mein Herz. Ich betete zu ihm:

«Herr Jesus, bis jetzt habe ich mein Leben nach meinem Gutdünken gelebt. Ich habe selbst entschieden, was richtig und falsch ist. Ich liess mir nichts von dir sagen. Dadurch wurde ich schuldig vor dir und habe gesündigt. Danke, bist du für diese Sünden gestorben. Vergib mir meine ganze Schuld. Von jetzt an will ich für dich leben. Dir allein will ich vertrauen und nicht mehr mir, anderen Menschen oder Dingen. Komm in mein Leben, und zeige mir, was dein Wille für mich persönlich ist. Ich möchte dich kennen lernen und wissen, was du willst. Zeige mir in der Bibel wie ich mit dir, mit meinen Mitmenschen, und mit mir umgehen soll, damit dein Plan für mich gelingt. Danke, dass ich mit dir das Leben habe - hier auf Erden und in der Ewigkeit. Amen.»

Seitdem ich Gott kenne, hat mein Leben eine ganz neue Perspektive bekommen! Gott hat mein Leben unendlich reich und erfüllt gemacht. Durch Jesus habe ich die Gewissheit, dass ich nach dem Tod zu Gott komme, wo es ein vollkommenes, herrliches Leben ohne Leid, ohne Tränen, ohne Krankheiten und ohne Tod gibt.

Das Leben hier auf der Erde ist für mich wie eine Durchreise zu einem wunderbaren Ziel. Diese Reise ist voller Erlebnisse und Eindrücke, bei welchen ich mich von Gott begleitet weiss. Wenn ich in der Bibel lese, finde ich Hilfe, Kraft und Führung für mein Leben. Als ich noch keine Beziehung zu Gott hatte, neigte ich dazu, Gott anzuklagen, wenn es mir schlecht ging. Heute weiss ich, dass ich auch im Leid auf Gott zählen kann.

Glauben heisst für mich, nicht auf jedes Problem eine billige Antwort zu finden, sondern mit der Hilfe von Gott mich dieser Situation zu stellen.
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Alt 08.04.10, 19:34   #4
Andreas
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Hallo fitundheil,

vielen Dank für Deine Antwort. Die "Neuen Atheisten" werfen Gläubigen gern vor, dass sie sich nicht auf Diskussionen einlassen. Um so schöner, dass Du Dich offen zeigst und Deine Glaubensgründe darlegst. Als Laie habe ich dennoch einige Fragen dazu:

Was genau ist mit der Auferstehung der Menschen gemeint, die durch Jesus' Auferstehung bezeugt wird? Ist damit das Leben nach dem Tod gemeint?

Ich kann eigentlich fast alles, was Du schreibst, auf einer metaphorischen Ebene nachvollziehen, auch wenn mir für manches die Bibelfestigkeit fehlt und der Begriff "Sünde" bei mir eher unpassende assoziative Vorstellungen hervorruft. Was ich aber nicht verstehe ist der unerschütterliche Glaube daran, dass die heilige Schrift in ihrem Wortlaut tatsächlich so passiert ist. Findest Du, dass dies für das Christsein notwendig ist? Oder kannst Du Dir auch einen Glauben vorstellen, der die biblische Darstellung rein metaphorisch deutet?

Mich interessiert das wirklich. Was wäre, wenn sich einige oder alle pysischen Geschehnisse der Bibel widerlegen lassen würden? Müsste dann der Glaube auch "dran glauben"? Ich halte die Grundlage aus Deinem ersten Beitrag für wacklig. Wie würdest Du damit umgehen, wenn plötzlich etwas widerlegt würde, was die Bibel als Wahrheit postuliert? Was passiert dann mit dem Glauben?

Ich freue mich auf Deine Antwort.

Viele Grüße
Andreas
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Alt 11.04.10, 13:25   #5
Andreas
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Zitat:
Zitat von Noah Beitrag anzeigen
"Glaube ohne Verstand kann zur Illusion werden, weil er sich letztlich weigert, über sich selbst nachzudenken und Rede und Antwort zu stehen."
Martin Buber
Ein sehr schönes und passendes Zitat.

Ich finde auch, dass man es sich zu einfach macht, den Glauben einfach als Illusion und als Ballast anzusehen, wie das von bei neuen Atheisten (z.B. Richard Dawkins) manchmal rüberkommt.

Mich würde interessieren, warum Glaube überhaupt existiert. Was liegt dem zugrunde, dass wir diesen religiösen "Ballast" nicht einfach abschütteln, sondern ihn im Gegenteil immer wieder an die Gegebenheiten anpassen? Animismus, theistische Relgionen, Systemdenken, Wissenschaft - egal welche Schablone wir für unser Urteil über die Welt benutzen, immer ist diese Suche nach Verbundenheit dabei. Das ist schon faszinierend.
Aber ackern wir uns jetzt am Glauben ab, weil es wirklich einen Gott gibt oder weil es evolutionäre Vorteile mit sich bringt oder weil wir uns auf irgendwas zubewegen?

Der Verhaltensökonom Dan Ariely hat in seinem Blog neulich eine interessante Studie beschrieben: Dabei zeigte sich, dass wir uns Gott (wie auch immer der aussehen mag) nach unserem eigenen Bild formen. Fragt man Gläubige z.B. nach ihrer Meinung darüber, wie Gott zur Todesstrafe, Schwulenehe, Abtreibung usw. steht, dann neigen sie dazu, ihre Meinung zu Gottes "Meinung" zu machen. Sind sie also gegen Abtreibung, dann ist auch Gott dagegen. Sind sie für die Todesstrafe, dann ist auch Gott dafür usw. Wir ziehen den Göttern also unsere eigenen Schuhe an. Für mich steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass auch der Bibelgott eine menschliche Schöpfung ist. Darauf zu bestehen, dass er genauso existiert, ist für mich daher ziemlich wacklig.
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